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So kann man nicht arbeiten – Bund deckelt BioNTech-Lieferungen an Ärzte

Die Impfzentren sind fast alle geschlossen worden und die Hausärzte soll(t)en „Mal eben“ nur das Boostern übernehmen. Das ist für die über 70-jährigen und mit Johnson und Johnson geimpften Patienten schon eine logistische Herausforderung. Man darf hierbei nicht vergessen, dass die „normalen“ Krankheiten keine Winterferien machen.

Jetzt hat die STIKO die Auffrischungsimpfung (Booster) für alle Menschen ab 18 Jahren empfohlen. Klar sind ja nur ein paar Millionen Menschen, die jetzt einen Anspruch auf eine Booster-Impfung haben. Was man aber auch versucht zu planen, es scheint vollkommen egal zu sein, weil der Bund schmeißt einem alles über den Haufen. Ganz nach Konrad Adenauers Zitat „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern…“

Heute haben wir dann auch nebenbei erfahren, dass der Bund die Bestellmenge von BioNTech nun drastisch begrenzt. Ärztinnen und Ärzte in Deutschland können ab nächster Woche nicht mehr so viel Corona-Impfstoff von BioNTech/Pfizer bestellen, wie sie brauchen.

Hintergrund ist demnach die Tatsache, dass die Medizinerinnen und Mediziner derzeit zu mehr als 90 Prozent den Impfstoff von BioNTech/Pfizer nachfragen. Nach Wunsch des Bundes soll der Impfstoff von Moderna für Auffrischungsimpfungen vermehrt zum Einsatz kommen, da andernfalls ab Mitte des 1. Quartals 2022 der Verfall bereits eingelagerter Moderna-Impfstoffe droht. Wir können daher aktuell eine Impfung mit BioNTech nicht garantieren, bieten Ihnen aber natürlich eine Impfung mit Moderna an, sofern Sie über 30 Jahre alt sind. Wir werden Sie weiterhin über die Geschehnisse auf dem Laufenden halten.

Welches Chaos durch eine solche Hauruckaktion in den Praxen entsteht können Sie vermutlich nur erahnen. Bitte wenden Sie sich mit Ihrem verständlichen Unmut nicht an uns, sondern direkt an jens.spahn@bundestag.de oder an sein Wahlkreisbüro in Rheine unter Telefon: +49(5971) 50046.