COVID-19,  Praxiswissen

Planung umsonst denn aus 8 wurden nur 3

Acht Fläschchen COVID-19 Impfstoff des Herstellers BioNTech wurden uns für diese Woche „zugesagt“. Aus einem Fläschchen kann man wiederum 6 Dosen Impfstoff entnehmen und dieses ergibt am Ende 48 Impfungen. Also machten wir uns in der letzten Woche umgehend an die Planung.

Teilweise bereits geplante Untersuchungen wurden verschoben, um Freiräume für die Impfungen zu schaffen. Ein Ablaufplan entworfen und knapp 48 Patienten wurden telefonisch über ihren genauen Impftermin informiert. Aufgrund von den einzuhaltenden Abstandsregeln, dürfen sich ja leider immer nur eine geringe Anzahl an Patienten in der Praxis aufhalten. Für sechs Patienten ist ein Zeitfenster von 30 Minuten vorgesehen.

Anmeldung, zwingend notwendige Formalitäten, Aufklärungsgespräch durch den Arzt, eigentliche Impfung (Pieks) und eine sogenannte Überwachungszeit von mindestens 15 Minuten nach der Verabreichung des Impfstoffs. Danach kommen die nächsten 6 Patienten in die Praxis. Soweit zumindest der Plan für den heutigen Tag. Eine Stunde vor Impfstart kam dann aber der Anruf vom Lieferanten. Diese Woche gibt es anstatt der zugesagten 8 Fläschchen nur 3. Somit konnten wir anstatt der 48 Patienten nur 18 Patienten impfen.

Was das für einen Rattenschwanz an Arbeit und vor allem Enttäuschung nach sich zieht, ist kaum vorstellbar. 30 Patienten mussten wir anrufen und ihnen für diese Woche leider kurzfristig absagen. Das tut uns sehr leid und auch wenn wir nichts dafür konnten, bleibt am Ende eins sehr unschönes Gefühl und große Enttäuschung übrig.

Wie es „zuverlässig“ in der nächsten Woche weitergeht, können nicht absehen. Auch wenn die Mengen an Impfstoff für die Hausarztpraxen bereits im Vorfeld als gering kommuniziert wurden, so müssen wir dennoch dieses planen können. Nicht nur wir benötigen die Planungssicherheit, sondern auch unsere Patienten, denn so kann es nun wirklich nicht weitergehen.

Wir halten Sie auf dem Laufenden. Ihr Team der Landarztpraxis Wüsting